Unverpackt: Spaß mit Spendern

Weil sie keinen Laden fand, der auf Plastikverpackungen verzichtete, gründete Marie Delaperrière ein eigenes Geschäft. Ihr ganzes Sortiment verkauft sie lose: Das führt zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln – und mehr Kundennähe.

Erschienen in NATIONAL GEOGRAPHIC Deutschland 2/2015

Tee geht immer gut, genauso wie Müsli oder Getreideflocken. Die Verkaufsschlager von Marie Delaperrière aber sind Trockenfrüchte und Eier.In ihrem kleinen Laden „unverpackt“ in der Kieler Innenstadt bietet die gebürtige Französin fast alles an, was man für den täglichen Bedarf braucht: Obst, Gemüse, Nudeln und Reis, aber auch Seife oder Duschgel. Nur eines gibt es hier nicht: Plastikverpackungen. Stattdessen reihen sich große Spender mit Teigwaren und Nüssen aneinander, Öl und Essig zapft man aus glänzenden Blechkanistern ab.

Die Kunden bringen ihre eigenen Behältnisse mit, wiegen die leeren Gefäße, füllen die Lebensmittel ab und lassen das Leergewicht an der Waage wieder abziehen. Mit ihrem Konzept will Marie Delaperrière nicht nur Plastikmüll vermeiden; sie hofft auch, dass so weniger Lebensmittel in der Tonne landen. Denn ihre Kunden kaufen nur, was sie wirklich brauchen. Vor zwei Jahren las Marie Delaperrière von einer amerikanischen Familie, die es geschafft hatte, kaum noch Müll zu produzieren. „Da hat es einfach ‚Klick‘ gemacht“, sagt Delaperrière, die mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe ihres Ladens wohnt. „Bei jedem Produkt suchte ich nach einer Alternative ohne Verpackung.“ Mit dem Korb auf den Wochenmarkt zu gehen oder möglichst viel an der Theke zu kaufen, war ihr nicht genug.

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