Palmöl: Das Problem mit dem fettigen Gold

Lisa Srikiow © nationalgeographic.de, 2.12.2013

Als Ende November der Deutsche Nachhaltigkeitspreis in Düsseldorf vergeben wurde, stand auch ein gutes Stück Vergangenheitsbewältigung auf dem Programm. 2012 bekam Unilever den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie „Deutschlands Nachhaltigste Zukunftsstrategien“ – in der Umweltschutzszene sorgte das für einen Eklat. Umweltschutzorganisationen wie „Robin Wood“ oder „Rettet den Regenwald“ warfen dem Konzern damals vor, aufgrund seines hohen Palmöl-Verbrauchs indirekt an den massiven Waldrodungen beteiligt zu sein.

An Palmöl kommt kein Konsument vorbei – es steckt in Margarine, Putzmitteln und Kosmetik. Rund 25 Millionen Tonnen werden weltweit produziert, nach Soja ist es der wichtigste Agrarrohstoff. Für Länder wie Indonesien und Malaysia ist Palmöl deshalb eines der wichtigsten Exportgüter. Um der steigenden Nachfrage – vor allem aus Indien und China – gerecht zu werden, werden immer mehrWaldflächen gerodet. Die Brände belasten das Klima stark, zudem werden einheimische Tier- und Pflanzenarten wie der Orang-Utan verdrängt.

Auf dem diesjährigen Nachhaltigkeitskongress stellte Unilever zusammen mit der REWE Group, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem WWF sowie Greenpeace, die Initiative „Forum Nachhaltiges Palmöl“ vor. Dieser Zusammenschluss sei nötig, um mehr Druck auf Händler, Zulieferer und Plantagenmanager auszuüben, sagte der Sprecher von Unilever, Merlin Koene, auf dem Kongress.

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