Lichtverschmutzung: „Wir müssen Fehler vermeiden“

Lisa Srikiow © nationalgeographic.de, 28.10.2013

In Berlin findet die erste interdisziplinäre Konferenz zu Künstlichem Licht statt. Die Veranstalter wollen damit auf die schädlichen Einflüsse künstlichen Lichts aufmerksam machen. Zu ihnen gehört auch der Ökologe Franz Hölker, der Projektleiter des Forschungsverbundes „Verlust der Nacht“.

Sie engagieren sich für einen maßvolleren Einsatz von künstlichem Licht. Warum?
Wir stellen schon seit einigen Jahren fest, dass die globale Lichtverschmutzung stark zunimmt. Pro Jahr erhellt sich der Nachthimmel um ungefähr sechs Prozent. Das zeigen Langzeitmessungen der Himmelshelligkeit an verschiedenen Observatorien, die wir verglichen haben. In wenigen Jahrzehnten – erdgeschichtlich ein Wimpernschlag – haben wir die Nachtlandschaften auf der Erde enorm verändert. Das hat großen Einfluss auf viele Organismen, auch auf uns Menschen. Allerdings wissen wir noch zu wenig über die möglichen Konsequenzen. Deshalb ist es wichtig, zu untersuchen, welche Folgen dies haben kann und ab wann aus künstlichem Licht in der Nacht Lichtverschmutzung wird – mit negativen Auswirkungen auf Mensch und Natur.

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